Dieser Beitrag ist für jene, die handeln statt zu jammern.

Er zeigt die Möglichkeiten, die Sie als stationärer Händler haben, über das Internet an Kunden zu kommen.

Punkt 1: Die eigene Website als Basis

Mit der eigenen Homepage beginnt Ihr lokales Online-Marketing. Sie ist Ihr Blickfang im Internet, Ihre Visitenkarte und vielleicht noch mehr?

Wenn Sie alles richtig machen, ist Ihre Website ein weiteres Schaufenster, eine zusätzliche Vitrine, eine zusätzliche Abteilung, ein Vertreter, der für Ihre Mitarbeiter Termine macht, oder ein weiterer Kundenberater.

Was braucht eine gute Website für einen Juwelier oder stationären Händler?

Antwort Nr. 1: Die Website, die Homepage ist für Ihre potenziellen Kunden da draußen attraktiv.

Antwort Nr. 2: Die Website gehorcht den Grundregeln der Suchmaschinen-Optimierung.

Wann ist eine Homepage attraktiv?

Wann sagt ein User „Wow“? Hier ein paar Möglichkeiten:

  • Ein attraktives Design mit Logo und Firmenfarben
  • Übersichtliche Menüführung
  • Attraktive Inhalte: Texte, Bilder, Videos, Downloadmöglichkeiten für Prospekte oder Hauskataloge
  • Kontakt-Daten, die auf jeder Seite zu sehen sind.
  • Interaktions-Möglichkeiten: Umfragen, Terminvereinbarungen, Kommentar-Möglichkeiten
  • Überragende Inhalte, ich wiederhole, überragende Inhalte, ich wiederhole nochmals, überragende Inhalte, die den User motivieren, Ihr Geschäft zu besuchen.

Das Web steht nicht still. Jeder, der sich mit Online-Marketing befasst, informiert sich regelmäßig, was aktuell Stand der Dinge ist.

Die Website oder die Homepage, wie vielfach der Online-Auftritt bezeichnet wird, sollte dem User, dem Besucher einen echten Grund liefern, warum er ihr Geschäft besuchen soll. Wie kann das gehen?

  • Über ihr Angebot durch besondere Produkte und Marken, die Sie exklusiv haben.
  • Besondere Services oder Dienstleistungen, die Ihr Geschäft einzigartig machen.
  • Eine besondere Unternehmensgeschichte mit Meilensteinen, die noch heute wichtig für Ihr Haus sind.
  • Eine besondere Unternehmens-Kultur, eine besondere Herzlichkeit Ihrer Mitarbeiter bzw. der Inhaber
  • Eine besonders lässige Werbung

Die Seite sollte die Grundregeln der Suchmaschinen-Optimierung beachten

Was heißt das?

Ganz einfach. Jeder Suchmaschinen-Crawler sollte in der Lage sein, die Seite zu lesen. Die Seiten müssen daher technisch sauber sein. Wie das im Detail geht, würde zu weit führen. Aber trotzdem eine kurze Checklist sei hier gebracht. Wenn Sie sich damit nicht auskennen, können Sie mich gerne anrufen. Oder Sie fragen Ihren Webmaster oder Designer Ihrer Homepage.

Kurz-Check Onpage SEO:

  • Sprechende URLs vorhanden.
  • Hat jede Seite entsprechende Metatags?
  • Sind die Bilder der Seite mit Alt-Tags versehen?
  • Stimmt die Überschriften-Struktur der Seite?
  • Sind alle Seiten gut mit Links durchblutet?
  • Lädt die Seite schnell genug?
  • Ist die Seite auf Smartphones gut lesbar und bedienbar?
  • Gibt es keinen Duplicate Content?
  • Haben die Seiten ausreichend Text?

Ein gutes Tool, mit dem Sie selbst als Seitenbetreiber jede einzelne Seite Ihres Online-Auftrittes checken können, ist oneproseo.com.

Punkt 2: Ist ihre Seite gut verlinkt?

Links von Websites, die auf Ihren Internet-Auftritt, auf Ihre Homepage verlinken, sind eine Art Empfehlung.

Wer verlinkt, will sagen: „Schaut, hier habe ich etwas Tolles für euch!“

Wichtig ist, dass die Links qualitativ hochwertig und sinnvoll sind. Ein Link von einer Glücksspiel-Seite oder einer nicht-jugendfreien Seite ist in der Regel eher negativ zu bewerten.

Was sind gute Links?

  • Links von bekannten Marken, z. B. von Ihren Lieferanten.
  • Links von Fachzeitschriften auf Ihre Homepage
  • Links von Uhren-Bloggern, wenn Ihre Spezialität „Uhren“ sind.
  • Links von Hochzeits-Dienstleistern, wenn Ihre Spezialität „Trauringe“ sind.
  • Links von Geschäftspartnern, die für Ihre Kunden interessant sein können: Z.B. bekannte Gastronomen, Hotels, etc.

Und was sind Ihre Spezialitäten? Von wem könnte Ihre Website einen guten Link bekommen?

Linkaufbau ist für das Renommee Ihrer Seite wichtig. Auch in der sogenannten lokalen Suchmaschinen-Optimierung spielen Links eine wichtige Rolle.

 

Punkt 3: Google My Business

Ein Google My Business Eintrag ist zentral für lokales Online-Marketing. Warum?

Weil dadurch die Chance steigt, in der lokalen Suche besser gefunden zu werden. Meiner Erfahrung nach ranken Seiten mit einem Google My Business Eintrag nicht nur über die Homepage selbst, sondern über den My Business Eintrag selbst.

Startseite-Google My Business

Hier legen Sie Ihren Google My Business-Eintrag fest: https://www.google.de/intl/de/business/

Nicht zu vergessen ist die Verknüpfung zum Google-Kartendienst Google-Maps, der ebenfalls über die Adresseingabe im My Business Profil gesteuert wird.

Kartendienste sind speziell bei der mobilen Suche wichtig.

Welche Präsentations-Möglichkeiten haben Sie mit einem Google My Business Eintrag?

  • Bilder zeigen: von Ihrem Geschäft, Ihrem Sortiment, Ihren Mitarbeitern und Service-Leistungen.
  • Eine kurze, prägnante Beschreibung, für was Ihr Geschäft steht.
  • Kontakt-Daten
  • Öffnungszeiten
  • Link zur Homepage.
  • Und vieles mehr …

Wichtig. Wenn Sie einen Google My Business Eintrag vornehmen, sollten Sie darauf achten, dass Sie Firmenbezeichnung und Kontaktdaten einheitlich eingeben. Speziell wenn Sie später auf anderen Branchenbüchern unterwegs sind.

Punkt 4: lokale Branchenbücher und Verzeichnisse

Branchenbücher sind im Grunde graue Vorzeit vor der Ära der Suchmaschinen. Denn Google selbst ist ein Branchenbuch. Daher sollten Sie sich nur auf die wichtigsten Branchenverzeichnisse konzentrieren, speziell jene Ihrer Stadt.

Diese sind zum Beispiel:

  • Branchenbücher Ihrer Stadt z. B. www.muenchen.de
  • www.11880.com
  • www.gelbeseiten.de
  • www.suchen.de
  • www.yasni.de
  • www.klicktel.de
  • www.yellowmap.de
  • www.cylex-telefonbuch.de
  • www.branchenbuchsuche.de
  • www.branchen-info.net
  • www.hotfrog.de
  • www.branchenbuch.meinestadt.de
  • www.branchenbuch.derwesten.de
Beispiel eines Branchen-Buches

Beispiel eines Branchen-Buches

Fallen Sie nicht auf Anbieter herein, die Ihnen weismachen wollen, wie lebensnotwendig Branchenbücher für die Suche sind. Denken Sie immer daran, dass eine externe Verlinkung eine Traffic-Quelle darstellt. Prüfen Sie Ihr eigenes Surf-Verhalten. Gehen Sie wirklich auf jedes Bamperl-Branchenbuch, um etwas zu suchen? Eben.

Prüfen Sie lieber, wie viel Traffic Sie von den Branchenbüchern tatsächlich bekommen. Dabei hilft Ihnen der Akquisitions-Report von Google-Analytics. Aus meinen Analytics Auswertungen für viele lokale Websites weiß ich, dass der Traffic, der von Branchenbüchern kommt, eher unbedeutend ist.

Also, wenn dann nur kostenlos. Cash-Budget können Sie an anderer Stelle besser einsetzen.

Und noch ein Tipp: Halten Sie die Anzahl der Branchenbücher überschaubar.

Denn Sie müssen bei Änderungen Ihrer Kontaktdaten alle diese Daten aktualisieren. Nur eine einheitliche Firmenbezeichnung und eine einheitliche Angabe der Kontaktdaten helfen für gute Positionen bei den Suchmaschinen. Ansonsten verwirren Sie die Suchmaschinen und alle Anstrengung, die Einträge zu tätigen, war umsonst.

Hinzu kommt, dass manch Branchenbuch Kundenbewertungen zulässt. Wer smart ist, prüft zeitnah, ob das eigene Unternehmen im Netz eine Bewertung erhalten hat. Je mehr Branchenbücher, desto zeitaufwändiger das Ganze.

Wichtig sind Kanäle, wo sich Ihre Zielgruppe aufhält. Hierbei dürfen die sozialen Medien nicht verschwiegen werden.

Punkt 5: Lokale soziale Medien

Bereits der My Business Eintrag hat schon was von einem sozialen Portal. Denn Sie können aktuelle Posts für Ihren My Business Eintrag direkt über Google+ teilen. Allerdings ist Google+ eher ein Ort der Stille, als ein richtig lebendiges soziales Netzwerk. Google+ hat aktuell ca. 300.00 User in Deutschland (26.2.2016), was definitiv zu wenig ist.

Facebook

Facebook mit seinen 27 bis 28 Millionen deutschen Teilnehmern ist da schon ein anderes Kaliber. Beinahe die halbe deutsche Republik hängt auf Facebook ab.

Betrachten wir Facebook genauer und beginnen wir mit der Einrichtung einer Fanpage, sollte Ihr Geschäft noch keine haben.

Wie richten Sie die Fanpage für Ihr lokales Geschäft ein?

Lokales Onlinemarketing für Einzelhändler und Juwelier funktioniert auf Facebook mit einer Fanpage. Dazu errichten Sie auf Facebook die Fanpage für ein lokales Geschäft. Die Einrichtung geht recht leicht. Sie benötigen:

  • Ein attraktives Coverfoto
  • Ein Profilbild
  • Die Kategorie: lokales Geschäft
  • Die Branchenkategorie: Juwelier, Mode oder andere
  • Die Facebook-Internet-Adresse: möglichst mit Ihrem Firmen oder Markennamen
  • Adress- und Kontaktdaten
  • Öffnungszeiten
  • Eine Kurzbeschreibung – die Stärke Ihres Geschäftes
  • Das Impressum
  • Eine ausführliche Beschreibung – Hier gehen Sie ins Detail.
  • Allgemeine Informationen
  • Die Preislage
  • Parkmöglichkeiten
  • Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Beispiel für eine Facebook-Fanpage eines Juweliers

Beispiel für eine Facebook-Fanpage eines Juweliers

Sorgen Sie dafür, dass alle Einzelheiten Ihrer Fanpage mit Sorgfalt erstellt werden. Optisch wichtig sind das Coverfoto und das Profil-Bild. Es trägt zum Branding Ihres Geschäftes.

Wichtige Nebenbedingung für Coverfoto und Profilfoto: Der Textanteil am Bild darf 20% nicht übersteigen. Facebook ist in der Lage, dies sehr genau zu messen. Wenn Sie dies nicht beachten, kann es sein, dass Sie für Ihre Fanpage keine Werbung auf Facebook machen können.

Wie bauen Sie Fans für Ihre Fanpage auf?

Ganz einfach. Durch Beiträge auf Ihren Seiten, die spannend, interessant, humorvoll, lustig,… Kurz durch Beiträge, die Besucher motivieren, die Fanpage zu liken.

Dazu braucht es am Anfang eine strategische Vorgehensweise.

  • Beiträge für mindestens eine Woche.
  • Wenn Sie zweimal pro Tag posten wollen, brauchen Sie folglich 14 Beiträge, die sie sofort veröffentlichen können.
  • Stellen Sie einen Redaktionsplan für mindestens einen weiteren Monat auf.
  • Diese Beiträge streuen Sie gezielt über die nächste Woche. Dabei planen Sie das Posting Ihrer Seiten.
  • Sorgen Sie durch Ihren Freundeskreis dafür, dass die Freunde die Seite liken.
  • Motivieren Sie Mitarbeiter mit Facebook-Account, die Seite zu liken.

Nehmen wir an, Sie haben 100 Facebook-Freunde und 4 Mitarbeiter, die ebenfalls im Schnitt 100 Freunde haben, können Sie hier theoretisch 500 Fans für Ihre Seiten gewinnen. Theoretisch, wohlgemerkt.

Mit sogenannten Apps können Sie eigene Landingpages bauen, Gewinnspiele veranstalten und so Leben auf Ihre Fanpage bringen.

Sind Ihre Beiträge gut und ist der Freundeskreis Ihrem Geschäft gewogen, dann werden Sie hier die ersten Fans aufbauen.

Was auf Facebook nicht funktioniert?

Reines Eigenlob, uninteressante Bilder, die 1000. Variante des gleichen Lieferantenbildes einer Uhr, eines Rings etc.

Damit werden Sie keine Fanbasis über Facebook aufbauen.

Eine Fanpage, so einfach sie zu erstellen ist, so schwierig ist es, wirklich eine gute Fanbasis aufzubauen.

Facebook-Anzeigen als Brandbeschleuniger

Wenn es über ihren Facebook-Freundeskreis nicht funktioniert, dann müssen Sie mit Anzeigen nachhelfen.

Warum Facebook-Werbung für lokale Händler spannend ist?

Sie können mit Facebook-Anzeigen die unterschiedlichsten Ziele verfolgen und sie für ihre Werbestrategie maßgeschneidert einsetzen.

  • Fans für die Seite gewinnen.
  • Beiträge bewerben, die auf Events in Ihrem Geschäft hinweisen.
  • Anzeigen mit Werbung für Ihre Homepage oder Ihren Online-Shop.
  • Events in Ihrem Geschäft bewerben.
Ziele für Facebook-Anzeigen

Ziele für Facebook-Anzeigen

Was heißt das für Sie als Händler?

  • Spannende Produkte herausstellen und bewerben.
  • Gute Service-Tipps herausgeben und teilen und dadurch Kompetenz aufbauen.
  • Als potenzieller Arbeitgeber positiv hervortreten
    (exzellent macht das übrigens ein bekannter Juwelier aus dem Norden).

Die Möglichkeiten hier sind vielfältig und machen den Reiz von Facebook für lokale Geschäfte aus.

Da Facebook sehr kreativ ist, entstehen laufend neue Werbeformate. Spannend wird zum Beispiel in Kürze der Rollout von Facebook-Canvas.

Warum es auf Facebook keine Streuverluste gibt?

Nicht nur die vielfältigen Werbemöglichkeiten, machen Facebook für lokale Einzelhändler interessant.

Facebook-Anzeigen regional begrenzen

Facebook-Anzeigen regional begrenzen

Sie können exakt bestimmen, wer die Facebook-Werbung sehen soll und wer nicht. Sie bestimmen beim Schalten einer Anzeige:

  • Einzugsgebiet
  • Alter der Facebook-User, die die Werbung sehen sollen.
  • Geschlecht
  • Interessen

Gerade der letzte Punkt ist sehr differenzierbar. Beispielsweise können Sie eine Anzeige für Damen von 25 bis 35 ausspielen, die sich nachweislich für die Mode von Calvin Klein interessieren.

Möglichkeiten, auf Facebook Zielgruppen festzulegen

Möglichkeiten, auf Facebook Zielgruppen festzulegen

Sie können bei Facebook das Preis-Modell Pay-per-Click wählen. Sie zahlen nur für die Werbung, wenn der User die Anzeige klickt oder die Fanpage mit einem Like versieht.

Sie sehen, Facebook ist ein mächtiger Kanal. Sie können sich:

  • Sich professionell präsentieren.
  • Mit interessanten Beiträgen auf ihr Unternehmen aufmerksam machen.
  • Eine hohe Fanbasis aufbauen und dadurch Ihre Bekanntheit als Marke stärken.
  • Differenziert werben ohne Streuverluste.

Damit sind die Möglichkeiten bei Facebook kurz angerissen.

Ich darf als Autor betonen, dass jeder einzelne Aspekt bei Facebook einen eigenen großen Beitrag verdiente. Wir wollen trotzdem – nach diesem umfangreichen Facebook-Exkurs – wieder zum Thema lokales Online-Marketing zurückkehren.

Betrachten wir, was es in den sozialen Medien noch alles gibt.

Punkt 6: Bewertungsportale

Sowohl bei Facebook, als auch bei Google My Business können User Bewertungen über ihr Geschäft abgeben. Es gibt daneben reinrassige Bewertungsportale, bei denen es ausschließlich um Kundenerlebnisse in Restaurants, Geschäften etc. geht. Dazu zählt zum Beispiel Yelp.

Ist ein Yelp-Profil zielführend?

Ein reiner lokaler Bewertungsdienst ist Yelp. Er ist Nachfolger von Qype.

Hier können Sie als Geschäftsinhaber Firmenprofile anlegen, die User dann bewerten. Die Profile sind kostenlos. Sie können aber mit einem kostenpflichtigen Profil mehr bewirken, weil Sie bessere Platzierungen erhalten.

Beispiel einer Juweliers-Präsenz auf Yelp

Beispiel einer Juweliers-Präsenz auf Yelp

Yelp hat den Nachteil, dass alle Yelp-User sich hinter einem Pseudonym verstecken. Das bietet Raum für Missbrauch. Zu Qype-Zeiten hatten Unternehmen Fake-Profile für Positiv-Bewertungen eingestellt und Trolle geschickt, um die Konkurrenz zu desavouieren. Yelp hatte diesen Missbrauch eingeschränkt, sehr zum Ärger vieler Beteiligter.

Szenebeobachter haben Yelp für die zum Teil sehr ungeschickte Übernahme von Qype heftig kritisiert. Meiner Wahrnehmung nach, sind Bewertungen auf Google im Rahmen des My Business Profils wichtiger.

Mein Tipp: Ruhig ein kostenloses Yelp-Profil anlegen und sich über jede positive Bewertung freuen. Bei negativen Bewertungen sollten Sie definitiv Flagge zeigen. Dies gilt für alle Bewertungen, die Sie im Laufe Ihrer Online-Präsenz als Juwelier oder Einzelhändler einsammeln.

Negative Bewertungen im Internet – wie kontern?

Positive wie negative Bewertungen sind für Ihr lokales Online-Marketing als stationärer Händler oder Juwelier wichtig. Selbst wenn es nur 2 oder 3 Bewertungen gibt. Denn Sie dürfen über den Daumen gepeilt die Anzahl Ihrer Bewertungen mit 100 multiplizieren, dann haben Sie in etwa die Anzahl der Menschen, die Ihrer Bewertung im Netz lesen.

Denn von 100 Usern eines Portals wird vielleicht einer so frei sein, seine Meingung zu veröffentlichen.

Negative Bewertungen können in den sozialen Medien immer auftreten.  Dagegen sind Sie machtlos. Bei großen Unternehmen können sie in regelrechte Shit-Storms ausarten, die zu einer Bedrohung für die Marke werden können.

Im lokalen Handel habe ich bisher solche Phänomene nicht beobachtet. Trotzdem treten hier negative Bewertungen auf, die Sie nicht so ohne weiteres löschen können.

Gab es früher den Spruch: „Ein zufriedener, begeisterter Kunde erzählt es drei Bekannten, ein unzufriedener erzählt es zehn“, so ist das im Internet-Zeitalter anders.

Haben Sie auf Google eine schlechte Bewertung und wird Ihre Firma von 200 Leuten im Monat aufgerufen, dann sehen 200 Leute diese negative Bewertung. Im Jahr sind das bereits 1200 Leute.

Entscheidend ist, richtig zu reagieren:

  • Die Negativ-Bewertung rechtzeitig entdecken.
  • Auf die negative Bewertung souverän reagieren.
  • Bedauern zum Ausdruck bringen und sich entschuldigen.
  • Dem Kritiker eine gute Lösung anbieten.
Beispiel für eine gute Antwort auf eine schlechte Kritik

Gute Antwort auf eine schlechte Kritik – Quelle: Google

Wer hier richtig reagiert, kann hier vieles gutmachen. Selbst wenn ein Troll es auf Sie abgesehen hat und sie mit negativer Kritik fertigmachen will, können Sie mit einer souveränen Replik, die freundlich, herzlich, verständnisvoll und auf Deeskalation abzielt, beim Publikum viele Pluspunkte machen.

Da ist dann eine schlechte Bewertung ein regelrechter Glücksfall für Ihr Marketing.

Punkt 7: Ratgeberportale

Ratgeberportale haben in der Regel keinen lokale Fokus. Die User, die Ratgeberportale benutzen sitzen deutschlandweit verteilt.

Trotzdem treten zum Beispiel Fragen auf wie:

  • „Wo kann ich in Münster die Marke Storm kaufen?“
  • „Wer repariert in Nürnberg mechanische Uhren?“
  • „Wo kann ich mir in Hamburg Ohrlöcher stechen lassen?

Wenn Sie diese Signale wahrnehmen und richtig darauf reagieren, können Sie für Ihre Marke einiges erreichen.

www.gutefrage.net als Beispiel eines Ratgeberportals

www.gutefrage.net als Beispiel eines Ratgeberportals. Wer hier aufpasst, kann auf sein Geschäft aufmerksam machen.

Dies erfordert aber systematisches Scannen der Portale. Ähnlich funktioniert es auf Fachportalen für Uhrensammler etc.

Meine persönliche Meinung: Das müssen Sie sich gut ansehen.

Denn ich bin mir nicht sicher, ob es auf einem Uhrenportal, bei dem sich die Teilnehmer über die „Konzis“ lustig machen und Dates bei Fabrik-Verkäufen namhafter Uhrenhersteller ausmachen, wirklich das richtige Publikum für einen Juwelier gibt. Für einen Juwelier, der mit Top-Service sein Preisniveau rechtfertigen will.

Punkt 8: Kartendienste

Mit einem My Business Eintrag sind Sie automatisch mit Google Maps verbunden. Jeder der in Ihrer Stadt Google Maps benutzt, kann so Ihr Geschäft wahrnehmen.

Google-My-Business-Einträge ausgespielt in den Suchergebnissen

So hilft ein My-Business-Eintrag für die Google Suche: Ausspielung von Ergebnissen für die Suche „goldschmiede düsseldorf“

Ähnlich funktionieren andere Kartendienste. Die Wichtigsten sind die von Bing oder von Apple oder der von Openstreetmap.

Kommen wir zum letzten Punkt, der bezahlten lokalen Online-Werbung.

 

Punkt 9: Bezahlte lokale Online-Werbung

Facebook haben wir bereits besprochen und die Vorteile lokaler Werbung festgestellt. Sie können regional treffsicher werben und nur für Mitglieder Ihrer Zielgruppe Anzeigen schalten.

Das geht nicht nur auf Facebook.

regionale Bestimmung der Aussteuerung von Adwords-Anzeigen

Bei Adwords Anzeigen können Sie festlegen, in welcher Region Sie schalten wollen.

Auch auf Adwords können Sie gezielt für Ihr lokales Geschäft Werbung machen. Dabei sind interessante Zielsetzungen möglich:

  • Sie bewerben Ihre Homepage.
  • Sie motivieren die Leser der Anzeige, bei Ihnen im Geschäft anzurufen.
  • Die Telefon-Variante ist speziell im mobilen Internet spannend.
  • Sie schalten Werbung zu den für Sie am wichtigsten Tageszeiten.

Damit können Sie Ihr Budget hervorragend steuern.

Punkt 10: Überwachen Sie das Netz bezüglich Ihres Geschäftes

Betreiben Sie Social Media Monitoring. Was heißt das?

Beobachten Sie das Netz, ob Ihr Unternehmen Erwähnungen findet. Zum Beispiel positive oder negative Bewertungen.

Eine einfache Möglichkeit ist es, sogenannte „Alerts“ anzulegen. Es gibt die Google Alerts und die talkwalker Alerts.

Bei Google gehen Sie mit Ihrem Google Konto auf die Alerts und legen dort Suchbegriffe an, die Sie verfolgen wollen.

Beispielsweise Ihren Firmennamen als Suchbegriff und Alert.

Immer wenn im Netz Ihr Firmenname erwähnt wird, erhalten Sie eine E-Mail mit der Quelle, wo die Erwähnung stattfand.

Das können sein:

  • Ratgeberforen
  • Bewertungsportale
  • Blogs
  • News

Sie können bei den Alerts angeben, von welchen Quellen Sie Infos erhalten wollen.

Die Google Alerts und die talkwalker Alerts sind ein kostenloser Dienst.

Es geht natürlich auch teuerer.

Profis nehmen für das Social Media Monitoring eigene Software her, bei der sie in der Regel einen monatlichen Obulus zu leisten haben. Ob das für einen kleinen lokalen Händler sinnvoll ist, muss man sehen.

Mein Tipp: probieren Sie als erstes Google Alerts in Kombination mit den talkwalker Alerts aus und beginnen Sie klein nur mit Ihrer Firma bzw. mit Ihrem Firmennamen.

Dann können Sie immer sofort auf reagieren, wenn Kritik im Netz auftaucht.

Schluss – viele Möglichkeiten als Juwelier und stationärer Händler

Die Online-Kanäle bieten viele Möglichkeiten für Sie als Juwelier, Kunden in Ihr Geschäft zu holen.

Die Basis ist eine exzellent gestaltete Homepage mit einzigartigen Inhalten, die Ihr Geschäft und seine Alleinstellungsmerkmale hervorheben.

Ihre Homepage ist die Basis, ist Pflicht und Kür zugleich. Pflicht sind attraktives Design, gute Bedienbarkeit, gute Suchmaschinenoptimierung auf Ihrer Seite. Die Kür sind immer und immer und immer aktualisierte Inhalte.

Präsenzen auf sozialen Kanälen, allen voran My Business und Facebook sind die Kür.

Wer hier Zeit und Geld investiert, kann viel für die Bekanntheit seines Geschäftes erreichen, sein Geschäft zur lokalen, überregionalen Marke machen und über Aktionswerbung bzw. Event-Werbung die Aktivitäten am POS potenzieren.

Gerne berate ich Sie unverbindlich zu den Möglichkeiten der lokalen Online-Werbung für Sie als Juwelier oder Einzelhändler.

Sie erreichen mich telefonisch unter: 0160/94737604

Oder Sie schicken mir ganz einfach eine E-Mail: info@wieland-beratung.de.

Share This

Gefällt Ihnen dieser Beitrag?

Wenn ja, sagen Sie es weiter. Teilen Sie ihn mit Ihren Freunden und Bekannten.

Lokales Onlinemarketing im Einzelhandel

von Andreas J. Wieland Geschätzte Lesezeit 13 min
0